So steht es um die JSG EmBeHö

Was die Macher freut und was sie planen.

Thorin Mentrup

Foto 1: Drei Macher im Hintergrund: Björn Getzlaff (v. l.), Rainer Hüls-kamp und Andreas Schönbrunn. Mentrup.
Foto 2: Auf dem Weg nach vorn: Die C-Jugend der JSG um David Gerdes spielt in der Landesliga. thm

Emstek/Bethen/Höltinghau- sen Björn Getzlaff, Andreas Schönbrunn und Rainer Hülskamp haben gute Laune. Sie flachsen, lachen und sind auch nicht um einen flotten Spruch verlegen. Da sitzen drei Männer an einem Tisch, die sich verstehen, auch wenn sie verschiedenen Vereinen angehören: Getzlaff dem SV Höltinghausen, Schönbrunn dem SV Bethen und Hülskamp dem SV Emstek.
Was sie verbindet? Die JSG Emstek/Bethen/Höltinghausen, das Bündnis der drei Klubs im Jugendfußball. Das nennen sie selbstbewusst „eine Erfolgsgeschichte“. Aber wo steht die JSG? Und wo will sie hin? Die OM-Medien haben nachgefragt.

Die Anfänge: An sie kann sich Rainer Hülskamp noch gut erinnern. Sie waren durchaus von Bedenken begleitet. „Da waren sich einige sicher, dass grün und blau nicht funktionieren kann“, sagt er mit Blick auf den Zusammenschluss von den „grünen“ Höltinghausern und den „blauen“ Emstekern. „Da war eine Rivalität, das ist doch klar.
Wir mussten einige Überzeugungsarbeit leisten“, fügt Hülskamp, ein JSG-Verfechter der ersten Stunde, hinzu. Die Bedenken hätten sich längst zerschlagen. Die Rivalität habe es unter den Jugendlichen, die sich oft seit Schultagen kennen, ohnehin nie gegeben.
Zur Saison 2013/14 ging die Spielgemeinschaft an den Start. Der SV Bethen kam zur Spielzeit 2021/22 hinzu. Er wollte sich nicht dem JFV Cloppenburg anschließen, obwohl er aus dem Stadtgebiet kommt. „Ein Kollektiv aus fünf, sechs Vereinen stand für uns nie zur Debatte, weil wir ein eigenständiger und selbstbestimmter Verein bleiben wollten“, so Schönbrunn.
Der Idee, Teil der JSG zu werden, standen die Bether dagegen offen gegenüber. „Dadurch hatten und haben die Kinder die Möglichkeit, höherklassig zu spielen, ohne dass sie den Verein verlassen müssen.“ Skeptiker habe es auch beim SVB gegeben. „Viele von ihnen sind aber mittlerweile selbst in der JSG engagiert.“

Der Status quo: Rund 290 junge Kicker tragen das Trikot der JSG EmBeHö, verteilt auf 16 Teams (6 in der D-, 5 in der C-, 3 in der B-, 2 in der A-Jugend). Sportlich bietet die Spielgemeinschaft eine Mischung aus Breiten- und Leistungssport. „Wir wollen alle mitnehmen“, betont Getzlaff.
Die jeweiligen ersten Mannschaften haben sich auf Anhieb im Bezirk eta-bliert. In der Regel in der Bezirksliga, in Ausnahmen auch in der Landesliga. Beispiele sind die A-Junioren von 2020 bis 2024 oder aktuell die C-Junioren.
Längst laufen die Planungen für die kommende Serie. Fast alle Trainerstellen sind bereits besetzt. Einige Coaches haben selbst eine JSG-Vergangenheit wie etwa Nick Schütte, der zukünftige Cheftrainer der ersten A-Jugend. „Das ist ein gutes Zeichen für uns und unsere Arbeit“, findet Hülskamp, „diese Bindung wollen wir haben.“ Weitere Trainer der Leistungsteams werden Frank Gerdes (B1), Jannelle Flaws Ruholt (C1) und Martin Geiger (D1) sein.

Die Rolle der JSG im CLP-Jugendfußball: Auf Leistungsmannschaften von der C- bis zur A-Jugend im Bezirk kann derzeit außer der JSG nur der JFV Cloppenburg (3 mal Landesliga, 2 mal Bezirksliga) verweisen. Unter diesem Aspekt ist EmBeHö die Nummer 2 im Kreis. „Wir sind mittendrin, was wir leisten, kann sich sehen lassen“, meint Getzlaff daher.
Der JFV Altes Amt (2 mal Landesliga) spielt in der C-Jugend seit dem Winter nur noch auf Kreisebene.

Die Zukunft: Mit Höltinghausen und Bethen spielen zwei Herrenteams der drei JSG-Klubs in der Bezirksliga, Emstek ist zurück in der Kreisliga. EmBeHö bildet also für drei ambitionierte Teams aus. „Viele Jungs, die in den ersten Herrenmannschaften spielen, haben schon das Trikot der JSG getragen“, weiß Hülskamp. Sein SVE etwa holte im Sommer 5 Akteure aus der A-Jugend in die 1. Herrenmannschaft. „Das stiftet Identität“, freut er sich.

Doch muss für die Ambitionen der Herrenfußballer nicht dauerhaft die Landesliga das Ziel für die JSG-Leistungsteams sein? „Wir wollen schon weiterkommen“, sagt Schönbrunn, „aber nicht um jeden Preis. Ein Dorfverein kann sich nicht alles leisten, und das wollen wir auch nicht.“
Wenn es ein Team oder auch mehrere in die Landesliga schafft, dann stünden die Jugendobmänner voll dahinter. „Wir gehen alles mit, aber Druck machen wir nicht“, stellt Getzlaff klar. Zumal der neue Modus mit Auf- und Abstieg nach jeder Halbserie mehr Möglichkeiten bietet, den Schritt nach oben zu schaffen.

Quelle: MT
OM-Medien GmbH & Co. KG

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