Budenzauber: Zufriedene Emsteker

Müde und erschöpft, aber glücklich
Zufriedene Emsteker nach Budenzauber

Thorin Mentrup

Emstek Montag war schon wieder Alltag angesagt. Eine richtige Pause hatten die Organisatoren und Helfer des 31. Emsteker Budenzaubers nicht. Wobei eine 40-Stunden-Arbeitswoche im Vergleich zum Budenzauber-Aufwand mit elf Turnieren an vier Tagen und mehr als 100 Mannschaften entspannt daher kommt.
„Allein am Freitag und Samstag waren wir von 7.45 bis ungefähr Mitternacht in der Halle“, erzählt Rainer Hülskamp, Jugendvorstand beim SV Emstek. Etwas mehr als 16 Stunden also. Das Überstunden-Konto wäre prall gefüllt. „Das Schöne ist: Es macht trotzdem Spaß“, sagt Hülskamp.

Ähnlich formuliert es Björn Klausing am Montag. „Man ist müde und kaputt, aber vor allem glücklich.“ Er hatte sich, stellvertretend fürs gesamte Organisationsteam, am Sonntagabend bei all den Helferinnen und Helfern bedankt und erklärt: „Ihr Einsatz ist einen ganz, ganz großen Applaus wert, das ist einsame Spitze.“
Viele Hände von vielen Ehrenamtlichen ermöglichen den Budenzauber erst. Da müssen auch die Fußballer selbst mit anpacken. Es gehört zum guten Ton, dass die erste Herrenmannschaft des SVE den Abbau vornimmt, die Banden entfernt, Fangnetze und Sponsorenplakate abhängt. Es sind die letzten Handgriffe, bis am Sonntagabend die Halle so aussieht, als hätte es den Budenzauber gar nicht gegeben.

Sichtbar ist die Großveranstaltung nicht mehr – in den Köpfen aber ist sie noch immer. „Es ist alles glatt gelaufen“, freut sich Klausing. Er selbst spürt das Turnier um den Hannes-Schütte-Team-Cup auch körperlich, denn er war am Sonntag auch als Spieler der Gastgeber im Einsatz.
Bei einem Zweikampf mit Höltinghausens Nick Schütte landete er unsanft auf dem harten Hallenboden. „Wäre heute Trainingsauftakt, dann müsste ich wohl absagen“, sagt er. Beim Hallenturnier aber spielte er trotz Schmerzen durch: „Ich will mir nicht nehmen lassen, dabei zu sein“, betont er. Viel größere Bühnen bekommt ein Fußballer auf Kreisebene nicht. „Wir können stolz sein auf das, was wir hier auf die Beine stellen“, findet Klausing.

Dass seine Emsteker sportlich in einem Teilnehmerfeld, das so stark war wie lange nicht, in der Gruppenphase ausschieden, hängt ihm nicht nach. „Wir haben zwei gute Spiele gemacht. Wir hätten gegen Höltinghausen etwas holen können und haben uns mit einem Punkt gegen Holdorf belohnt. Wir haben uns gut verkauft“, findet er.
Mindestens so wichtig wie der eigene Erfolg ist Klausing und Co. ohnehin, dass der neue „Hannes-Schütte-Team-Cup – powered by Wessendorf“ eine gelungene Premiere feierte.
„Die Halle war ausverkauft – was will man mehr?“. Mit den SFN Vechta, dem SV Holdorf und RW Damme drei VEC-Klubs auf Bezirksebene ins Boot zu holen, habe sich als richtiger Schachzug erwiesen. Und vor allem: „Wir haben auch von ihnen nur positives Feedback bekommen.“

Der Sieger blieb trotz namhafter Konkurrenz der altbekannte: Der SV Bevern gewann mal wieder in Emstek und nahm die neue Trophäe entgegen. Allzu lang behielt er sie aber nicht. „Sie ist noch bei uns. Sie wird nun aufbereitet und in Bremen bei der Silbermanufaktur Koch & Bergfeld graviert – wie die Meisterschale oder der DFB-Pokal“, erklärt Klausing. Die meisten Wanderpokale werden mit einer Plakette bestückt. Dass es beim Emsteker Pokal eine Stufe edler wird, darf auch als Bekenntnis zum Stellenwert des Cups gewertet werden.
Spätestens, wenn auch diese letzten Arbeiten erledigt sind, richtet sich der Blick der Emsteker aufs nächste Jahr. Erste Gedankenspiele gibt es bereits, so etwa, den Budenzauber nicht über den Jahreswechsel zu splitten.
Abgeschlossen sind diese Überlegungen noch nicht, da Silvester aber auf einen Donnerstag fällt, bietet es sich an, den Budenzauber 2027 in die erste komplette Woche nach Neujahr zu legen.
Probleme, genügend Teilnehmer zu finden, werden die Emsteker nicht haben. „Viele haben direkt fürs nächste Jahr angefragt“, verrät Rainer Hülskamp und weiß: „Das ist für uns die schönste Wertschätzung, genau wie das Strahlen in den Kinderaugen.“

Die Jugendabteilung des SVE ist mit dem Hallen-Einsatz übrigens noch nicht fertig. „In Emstek finden 18 Hallenrunden im Jugendfußball statt“, sagt Hülskamp. Schon am Wochenende geht’s weiter. Die Emsteker packen offenbar allzu gern an und haben jede Menge Bock auf Hallenfußball. „Es ist schon wieder Vorfreude da“, sagt Hüls-kamp und lacht.

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