Budenzauber: Der SV Bevern gewann mal wieder in Emstek

Hennig bleibt im Kumpel-Duell cool.
Der 26-Jährige schießt Bevern beim Hallenturnier in Emstek zum Triumph.

Thorin Mentrup

Emstek Sie hatten sich bereits am Freitagabend beim Rasch-Cup im Finale gegenübergestanden (s. Bericht unten) – und das taten die Fußballer des SV Bevern und des SV Bethen auch am Sonntag beim Hannes-Schütte-Team-Cup in Emstek. Dieses Mal, anders als in Cloppenburg, mit dem besseren Ende für den Landesligisten aus Bevern, der 5:3 nach Penaltyschießen gewann.

Früh am Nachmittag waren sich die Gelb-Schwarzen bereits sicher gewesen, die wichtigste Partie schon gewonnen zu haben: das Gruppenspiel gegen Bethen nämlich, das mit 2:0 an Bevern ging. Dass noch ein drittes Duell am Wochenende folgen sollte, hatte zu diesem Zeitpunkt noch niemand auf dem Zettel.
Doch genau so kam es. Bevern dominierte in Emstek wie eh und je, marschierte ohne Gegentreffer ins Endspiel. Bethen zeigte derweil nach der Niederlage zum Start eine starke Reaktion, bezwang Cappeln und im entscheidenden letzten Gruppenspiel Damme. Im Halbfinale wurde Sebastian Sander mit seinem Treffer gegen die SFN Vechta zum Matchwinner.
Die Sportfreunde Niedersachsen hatten bis dato stark gespielt, fanden gegen Bethen allerdings keine Lücke – eine Erfahrung, die Bevern bereits am Freitag hatte machen müssen. Hatte der SVB, der im Halbfinale mit Höltinghausen kurzen Prozess machte, daraus gelernt?

Die Antwort: nur zum Teil. Offensiv steigerte er sich im Vergleich zum Rasch-Cup-Endspiel zwar, defensiv aber leistete er sich ein paar Unaufmerksamkeiten zu viel. Christian Düker brachte Bethen in Front (1.), Lias Burke (2.), Finn Nolting (8.) und Kai Siemund (10.) schienen Bevern jedoch klar auf Kurs Turniersieg zu schießen. Aber Bethen kam innerhalb weniger Augenblicke durch Carlo Nordmann und Sascha Thale (11.) zurück. Auf einmal wackelte Beverns sicher geglaubter Triumph wieder gewaltig.

Doch anders als am Freitag bewies der Landesligist dieses Mal im Penaltyschießen starke Nerven: Während bei Bethen Sebastian Sander und Christian Düker an Joshua König scheiterten, leistete sich bei Bevern nur Jan Kalvelage eine „Fahrkarte“. Pascal Schmidt traf, und das aus Beverner Sicht krönende Ende blieb Matthis Hennig vorbehalten.
Das passte ins Bild: Hennig war mit 5 Treffern bester Torschütze des Turniers. Im entscheidenden Versuch ließ er seinem Kumpel Michael Litau, als bester Torhüter ausgezeichnet, keine Chance. „Ich hatte Freitag vergeben, deshalb musste ich wieder ran“, flachste Hennig.
Er hatte seine Lehren aus dem Fehlschuss gezogen. „Ich wusste, dass Michi früh runtergeht und habe ihn beobachtet. So konnte ich vorbeiziehen.“
Der Sieg tat den Bevernern durchaus gut. „Zweimal wollten wir nicht gegen Bethen ein Finale verlieren“, betonte Hennig, wobei er festhielt: „Das war hier alles auf freundschaftlicher Ebene.“ Es passte aber nicht nur menschlich, sondern auch sportlich.

Dass beim Höhepunkt des Budenzaubers mehr größere Namen dabei waren als im Vorjahr, schlug sich im Niveau nieder. Unter anderem zum Leidwesen der beiden Kreisligisten im Feld: Sowohl der SV Cappeln als auch der gastgebende SV Emstek hatten keine Chance aufs Weiterkommen. Cappeln blieb sogar punktlos, Emstek sicherte sich zum Abschluss gegen Holdorf dank eines späten Tores von Justus Böckmann einen Zähler „für die Seele“ und durfte sich damit nicht nur über den großen Zuschauerzuspruch in der prall gefüllten Dreifeldhalle freuen.
Der dritte Platz ging an Vechta, das gegen Höltinghausen 3:1 gewann. Zudem erhielt Qendrim Krasniqi die Auszeichnung als „MVP“, als wertvollster Spieler also.

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