Im spannenden Finale gegen den SV Emstek behält Falke die Oberhand. Hier gibt’s den sportlichen Rückblick auf den 25. OM-Cup in Harkebrügge (Bildergalerie vom Finale).
Steffen Boning, Richard Köppe, Til Bettenstaedt | 29.06.2025
Um Punkt 16.00 Uhr herrschte am Sonntag Aufbruchstimmung auf der Sportanlage des SV Harkebrügge. Nach zwei intensiven OM-Cup-Tagen bauten 111 E-Jugendfußballteams ihre Zelte ab und packten all ihre Sachen ein. Einzig der Mannschaft von Falke Steinfeld war noch gar nicht nach Gehen zumute.
Kein Wunder, schließlich ließen sich die Nachwuchsfußballer auf der Siegerbühne von Familie, Freunden und Vereinsmitgliedern für den Gewinn des 25. OM-Cups feiern. Durch den 3:1-Sieg im Neunmeterschießen gegen den SV Emstek sicherte sich das Falke-Team zum ersten Mal in der Wettbewerbshistorie die prestigeträchtige silberne Schale der Leistungsklasse 1.![]()
„Das ist ein absolutes Highlight, an das sie sich noch lange erinnern werden“, sagte Artur Zimmermann zum Erfolg seiner Schützlinge. Der Falke-Coach hatte am Sonntagmorgen noch Sorgen, dass seine Spieler im Zeltlager nicht richtig ausgeschlafen waren.
Diese Zweifel waren spätestens mit dem Finalsieg verflogen und wichen der Gewissheit, „dass die Kinder heute Abend dafür früh ins Bett fallen werden“, so Zimmermann.
Denn Falke, das in der Saison nicht am regulären Spielbetrieb der E-Jugend teilgenommen hat, sondern in der 1. Kreisklasse der D-Junioren den Staffelsieg holte, musste viel Kraft für den Erfolg aufbringen. In der höchsten Leistungsklasse des OM-Cups herrschte bereits in der Gruppenphase jede Menge Spannung.
So wie in der Gruppe B, wo der SV Emstek und SFN Vechta im direkten Duell um das Halbfinalticket kämpften. Das holte sich letztlich der SVE dank eines 2:0-Erfolgs gegen den OM-Cup-Sieger von 2023.![]()
In den Gruppen C und D setzten sich Steinfeld (gegen VfL Oythe und BW Lohne) und der SC Bakum (gegen SW Osterfeine und den VfL Löningen) jeweils mit knappem Vorsprung in einem packenden Dreikampf durch. Einzig Vorjahressieger BV Garrel in der Gruppe A zog mit sechs Zählern Vorsprung auf den ersten Verfolger und Gastgeber SV Harkebrügge souverän in die Runde der letzten Vier ein.
Garrels Traum von der Titelverteidigung endet im Halbfinale
Der Traum von der ersten Titelverteidigung in der OM-Cup-Historie endete für Garrel aber schließlich gegen den SV Emstek, der sich mit 17:0 Toren in der Gruppenphase offensiv wie defensiv sehr stark präsentierte und sich im Halbfinale im Neunmeterschießen durchsetzte.
Kurios: Am Dienstag vor dem OM-Cup war Emstek im Finale der Kreismeisterschaft mit 2:12 gegen Garrel untergegangen. Im VEC-Halbfinale behielt Falke Steinfeld mit einem 1:0 gegen Bakum die Oberhand. Torschütze war Lionel Zimmermann, Sohn von Trainer Artur Zimmermann. Auch im Finale avancierte Lionel zum Matchwinner.
Nachdem im Endspiel in der regulären Spielzeit keine Tore fielen, musste wieder das Neunmeterschießen herhalten. Hier stellte sich Lionel Zimmermann für Adam Agam ins Tor. Beide sind keine etatmäßigen Torhüter, der Steinfelder Jahrgang verfügt über keinen. Das hielt Lionel Zimmermann nicht davon ab, einen Emsteker Schuss zu parieren und den entscheidenden Neunmeter für Steinfeld zu versenken.![]()
Zuvor hatten seine Teamkollegen Luca Gatiu und Ilja Hasselbach bereits getroffen. Während die Falken ihren Triumph wild bejubelten, ließen die Emsteker kurz die Köpfe hängen. Der SVE hatte im Laufe des Wettbewerbs keinen Gegentreffer kassiert und stand am Ende doch mit leeren Händen da. „Die Spieler haben ein gutes Turnier gespielt. Ich bin stolz auf die Jungs – trotz der Finalniederlage“, sagte Trainer Sascha Middendorf.
In den unteren Leistungsklassen triumphierten noch zwei weitere VEC-Teams und ein CLP-Vertreter. In der LK2 gewann RW Damme II mit 4:2 nach Neunmeterschießen das Endspiel gegen BW Galgenmoor II, in der LK3 siegte BW Lohne IV im Finale 3:0 gegen die JSG Lindern/Vrees. Der Titel der LK4 ging an den BV Essen II (2:0 gegen BW Lohne Mädchen). Insgesamt fielen 965 Turniertore in der regulären Spielzeit.
Abseits der Jubelszenen der Siegerteams erhielten die zahlreichen Mitglieder des Orgateams des SV Harkebrügge jede Menge Schulterklopfer von Trainern, Betreuern und Zuschauern. Der kleine Dorfverein aus der Gemeinde Barßel hat sich als herausragender OM-Cup-Gastgeber präsentiert.![]()
„Meiner Meinung nach war dieser OM-Cup nicht nur gut, sondern fantastisch“, sagte Christian Albers, OM-Cup-Beauftragter des Fußballkreises Cloppenburg. „Der SVH hat alles top organisiert. Ich hatte das Gefühl, dass hier unglaublich viel los war.“ Sein Pendant aus dem NFV-Kreis Vechta, Ralf Böckmann, lobte derweil die Trainer und Betreuer, die sich in diesem Jahr besonders „fair und respektvoll verhalten haben“. All das steigert bereits die Vorfreude auf die nächste Ausgabe des OM-Cups, die 2026 in Lüsche stattfindet.