SV Emstek: Der Umbruch ist daSV Emstek. Oben von links: Betreuer Martin Bergfeld, Betreuer Franz Boning, Niklas Koch, Kevin Koch, Hein Lampe, Justus Böckmann, Justin Koch. Mitte von links: Cotrainer Avther Johannes, Trainer Jörg Roth, Niklas Berndmeyer, David Giesbrecht, Patrick Willenborg, Lukas Moormann, Tuyen Nuygen. Unten von links: Lamin Jammeh, Michel Bornhorst, Vinzenz Busse, Björn Klausing, Jouda Adam, Hung Vong Qunc.

Mehrere erfahrene Spieler beenden Karriere / Klub setzt auf junge Kicker aus der Gemeinde.

Emstek (tib). Jörg Roth und der SV Emstek hatten gehofft, dass die „alten Hasen" noch eine Saison dranhängen würden. Doch Sascha Middendorf (33), Stefan Niemann (32) und der etwas jüngere Johannes Lampe (27) entschieden sich während der Corona-Pause dazu, ihre Karrieren nicht fortzusetzen - zumindest nicht auf Bezirksliga-Niveau.
„Wir wussten, dass der Zeitpunkt kommen wird, weil die Jungs 'aus familiären und verletzungsbedingten Gründen schon länger darüber nachgedacht haben", sagt Roth.

Immerhin bleibt das Trio dem Verein in anderer Funktion er-halten: Middendorf ist bereits Jugendtrainer, Niemann kennt sich im Passwesen aus und Lampe könnte sich um Spiel Beobachtungen kümmern.
So ist er also da, der Umbruch, den Jörg Roth vollziehen soll. Denn neben dem Trio verlassen auch Tom Wagner (zieht beruflich nach Osnabrück), Keeper Pascal Schossau (Ahlhorner SV) und Jonas Büssing (Physiotherapeut beim SVE) den Klub. „Keine Frage, diese Saison wird es noch schwerer, die Klasse zu halten", sagt Roth.

Rückendeckung: SVE-Coach Jörg Roth bereitet hier die Einwechs-lung seines Mittelfeldspielers Tuygen Nuygen vor. Bei den Neuverpflichtungen blieb der SVE seiner Philosophie treu, auf Fußballer aus der Gemeinde Emstek zu setzen. Lukas Moormann, Patrick Willenborg und David Giesbrecht -allesamt 19 Jahre alt kamen von den A-Junioren des JFV Cloppenburg, und auch die Brüder Kevin (27) und Niklas Koch (23) aus der eigenen Reserve fallen in dieses Raster.
„Kevin und Niklas wollten gerne einmal mit ihrem Bruder Justin zusammenspielen, diese Chance haben sie nun. Ich traue den beiden die Bezirksliga zu", sagt Jörg Roth, der den SVE seit 2016 trainiert.
Den drei Neulingen im Männerbereich spricht der Coach derweil jede Menge Potenzial zu. Giesbrecht sei läuferisch stark, habe einen guten Abschluss, agiere für einen Stürmer aber zum Teil noch zu mannschafts-dienlich. Moormann ist im defensiven Mittelfeld vielseitig einsetzbar und glänzt durch ein gutes Spielverständnis.
Ein „Sechser" ist Patrick Willenborg. Mit ihm war Roth in der Vorbereitung besonders zufrieden. „Er hat bislang den größten Sprung gemacht."
Apropos Vorbereitung. Drei Testspiele, drei Niederlagen lautet die Bilanz der Emsteker: 2:4 beim TuS Lutten, 1:3 bei der SG Friedrichsfehn/Petersfehn, 0:2 gegen den SV Bethen. „Ich will die Ergebnisse nicht überbewerten, aber vor allem im Umschaltspiel von der Offensive in die Defensive sowie im Anlauf verhalten müssen wir uns verbessern«, sagt Jörg Roth. Alles in allem ist der Übungsleiter jedoch nicht unzufrieden. „Ansätze waren da, und - was mir besonders wichtig ist - die Jungs ziehen hervorragend mit.
Es macht viel Spaß, mit ihnen zu arbeiten." In der kommenden Serie will sich Roth mit seinem Team in den Partien „nicht verstecken" und über den mannschaftlichen Zusammenhalt für die eine oder andere Überraschung sorgen - am liebsten im von ihm bevorzugten 4-3-3.

Abwehrmann: Der Emsteker Michel Bornhorst (Zweiter von links) soll die SVE-Defensive zusammenhalten.MT-Prognose: Natürlich, erfahrene Spieler wie Stefan Niemann, Sascha Middendorf, Johannes Lampe und Tom Wagner sind alles andere als leicht zu ersetzen. Dennoch ist Jörg Roth, der schon oft bewiesen hat, dass er mit jungen Kickern umzugehen weiß, und seiner Mannschaft zuzutrauen, dass sie zwei Klubs hinter sich lassen und auch in der Saison 2022/23 in der Bezirksliga spielen werden. Innerhalb des Vereins dürfte es auch bei einer Niederlagenserie ruhig bleiben, weil die Verantwortlichen den Umbruch unterstützen. Angeführt von den „Leitwölfen" Björn Klausing, Michel sowie Moritz Bornhorst, Tim Jost und Mathis Lampe landet der SVE auf Rang 14 und schafft den Klassenerhalt.

Abgänge:
Stefan Niemann (andere Funktion im Verein), Sascha Middendorf (andere Funktion im Verein), Tom Wagner (beruflich nach Osnabrück), Johannes Lampe (andere Funktion im Verein), Pascal Schossau (Ahlhorner SV bereits im Winter), Jonas Büssing (Physiotherapeut im Verein).

Zugänge: Lukas Moormann, Patrick Willenborg, David Giesbrecht (alle JFV Cloppenburg A-Junioren), Kevin Koch, Niklas Koch (beide Emstek II), Vincenz Busse (BV Essen bereits im Winter).

Tor: Björn Klausing, Vincenz Busse.

Abwehr: Michel Bornhorst, Justin Koch, Tim Jost, Kevin Koch, Niklas Koch, Hein-Simon Lampe, Johannes Pleye, Adam Jouda.

Mittelfeld: Moritz Bornhorst, Tuygen Nuygen, Hung Vong Qunc, Patrick Willenborg, Niklas Berndmeyer, Lukas Moormann, Marcel Westerhoff.

Angriff: Lamin Jammeh, Justus Böckmann, Mathis Lampe, Carsten Düker, David Giesbrecht.

Trainer: Jörg Roth.
Cotrainer: Avther Johannes.
Betreuer: Franz Boning, Martin Bergefeld.

Saisonziel: Klassenerhalt.
Meistertipp: SV Thüle, SV Holdorf.