Neue Begegnungsstätte am Stadion an der Ostlandstraße kostet 475 000 Euro / Eigenanteil liegt bei 90 000 EuroVertreter des Vereins und der fördernden Institutionen beim symbolischen Spatenstich: Die Fertigstellung des Neubaus ist für Ende des Jahres vorgesehen. Das alte Clubhaus wird dann abgerissen und dort werden Parkplätze eingerichtet. Foto: Vorwerk
Von Thomas Vorwerk.

Emstek. Zum Jubiläum macht sich der SV Emstek ein besonderes Geschenk. 100 Jahre nach der Gründung gab es in dieser Woche den ersten Spatenstich zur neuen Sportbegegnungsstätte am Stadion an der Ostlandstraße. „Nach 40 Jahren ist das alte Clubhaus nicht mehr zu sanieren", sagte der erste Vorsitzende in kleiner Runde.
Gerne hätte man diesen für den Verein wichtigen Moment in einem größeren Rahmen gefeiert, doch die Pandemie Beschränkungen lassen ein solches Treffen noch nicht zu. Da der Erhalt des alten Gebäudes sich wirtschaftlich nicht mehr lohnt, bekam der Vorstand in der Mitgliederversammlung den Auftrag, sich um einen Neubau zu kümmern. „Da die Gemeinde Emstek den Architekten Funke beauftragt hatte, die neue Sporthalle zu bauen, klinkten wir uns ein", so Mählmann.

Die Gesamtkosten bezifferte er auf 475 000 Euro. Die Gemeinde steuert im Rahmen der Sportförderrichtlinien 189 000 Euro bei, aus dem Förderprogramm „Leader" gibt es 100 000 Euro und der Landkreis zahlt 37 000 Euro. Vom Kreissportbund gibt es eine Unterstützung von 59 000 Euro, so dass für den Verein ein Eigenanteil in Höhe von rund 90 000 Euro bleibt.

Wir bauen in der Gemeinde viel und können nicht jede Eröffnung gebührend feiern", meinte Emsteks Bürgermeister Michael Fischer. Angesichts sinkender Inzidenz setzt er seine Hoffnung auf das Richtfest. Mit dem Sportbegegnungszentrum entstehe ein Raum für Austausch und Kameradschaft und man könne als Verein froh sein, mehrere Fördermöglichkeiten ausgeschöpft zu haben. Als Gemeinde werde das Vorhaben ebenfalls unterstützt und „es ist gut investiertes Geld".

Auch von Vereinen außerhalb des Sports gebe es ensprechende Wünsche, räumte der Verwaltungschef ein. „Wir unterstützen dort, wo auch weitere Fördertöpfe vorhanden sind." Carsten Fischer vom Amt für regionale Landesentwicklung in Oldenburg attestierte dem SV Emstek ein gutes Timing. „Sie haben alles richtig gemacht, denn das Förderprogramm läuft aus." Mit den 100000 Euro aus dem Leader Etat hat der SVE das Maximum abgeschöpft. Das Limit wurde mit 59000 Euro auch beim Kreissportbund erreicht, wie Vorsitzender Dr. Franz Stuke zu berichten wusste. Die Schaffung des neuen Raumes wertete er als eindeutiges Indiz, dass Sport verbindet. „Das bekommen wir in der Corona Zeit umso mehr mit." Dem pflichtete auch Architekt Ignatz Funke bei.

Der Neubau wird sich optisch der Sporthalle angleichen. In der Begegnungsstätte ist ein großer Versammlungsraum vorgesehen und es gibt einen Versorgungsbereich, der gleichzeitig die Funktion der Kasse übernimmt. Der Zugang zum Stadion wird zwischen dem Neubau und der neuen Sporthalle eingerichtet. Die sanitären Anlagen sind während der Veranstaltungen im Stadion von außen zugänglich. Die Fertigstellung ist für Ende des Jahres vorgesehen. Die neue Begegnungsstätte steht ausdrücklich allen Gruppierungen zur Verfügung, die die Sporthalle nutzen und sich anschließend für eine Nachbesprechung oder eine Versammlung treffen wollen. Sie müssen nicht dem Emsteker Sportverein angehören.