SVE Mannschaftskader 1. Herren Saison 2015 – 2016Der SV Emstek geht mit einem verjüngten Kader in die Punktspielrunde 2015/2016

Emstek (11). Nach dem Umbruch im vorigen Jahr haben die Ernsteker Bezirksligafußballer eine schwere Saison hinter sich, die sie aber mit dem sicheren Klassenerhalt beendet haben. Die Voraussetzungen für die kommende Serie 2015/2016 sind ein gutes Stück besser, wenngleich es wieder einige Bewegung im SVE-Kader gegeben hat.

Auf den ersten Blick stehen da sechs Abgängen fünf Zugängen gegenüber. Aber bei genauerer Betrachtung bleibt festzuhalten, dass es kein „richtiger" Umbruch ist. Mit dem Trio Raphael Hermes, Dennis Westerhoff und Philipp Ahrens zogen sich drei Spieler in die eigene Zweite zurück und bleiben somit dem Verein erhalten.
Nils Többe legt zudem eine Pause ein, so dass unter dem Strich mit Jens Nöh, der zum TuS Emstekerfeld wechselte, und Adzija Taqi (zum SV Bethen) nur zwei „echte" Abgänge zu verzeichnen sind.
Auf der anderen Seite hat Trainer Ralf Pasch ausgesprochen überschaubare Integrationsarbeit zu leisten. Schlussmann Stefan Schütte wurde reaktiviert, Sascha Middendorf beendete sein einjähriges Intermezzo beim SV Bethen und kehrt zu seinem Stammverein zurück. Und die drei weiteren Zugänge sind Früchte der intensiven Nachwuchsarbeit beim SVE: Lukas Pleye, Marcel Westerhoff und Michel Bornhorst stammen alle aus der Emsteker Jugend. Heißt im Klartext: Alle fünf Zu-gänge kennen den Klub bestens.

Freilich wird sich die Zahl rasch auf vier reduzieren. Dennis Westerhoff wird sich im September für einige Monate auf nach Australien machen und wohl in der Saison 2015/16 nicht mehr zur Verfügung stehen. „Frühestens Ostern ist er zurück und dann ist die Serie weitgehend gelaufen", sagt Trainer Ralf Pasch. „ Die Vorbereitung ist „durchwachsen gelaufen", meint Pasch, der seit November 2013 das sportliche Sagen beim SVE hat. Die Ergebnisse in den Testspielen riefen so manchen Kritiker auf den Plan: Zwei klare Niederlagen während der Höltinghauser Sportwoche (1:4 gegen Garrel, 0:4 gegen den Gastgeber SVH) sowie eine herbe 0:8-Abfuhr

gegen den Landesligisten TV Din-klage ließen Zweifel aufkommen. „Aber Test ist Test, es gilt in den Pflichtspielen. Außerdem war nur die Begegnung gegen Dinklage richtig Mist. In den beiden Partien in Höltinghausen waren wir nicht schlechter, haben uns aber zu viele individuelle Fehler geleistet", meinte Pasch - nach dem Pokalcoup beim SV Bevern, als die Emsteker nach einem 0:2-Rückstand noch mit 3:2 gewannen.

„Das war eine ganz starke Leistung. Es hat mich besonders gefreut, dass sich die Jungs für ihren couragierten Auftritt belohnt haben'', sagt der Coach. Nichtsdestoweniger weiß Pasch auch, dass er sich für diesen Sieg im Pokal in der Punktrunde nichts kaufen kann: „Es geht in jedem Spiel wieder bei null los. Wir sind nicht -wie einige andere Vereine - in der Lage, hochkarätige und teure Zugänge zu verpflichten. Wir müssen andere Qualitäten in die Waagschale werfen." Vornehmlich wird es beim SV Emstek über Einsatz und Willen gehen. Wir müssen 100 Prozent geben - an jedem Sonntag. Mit der individuellen Klasse, die so mancher Spieler in anderen Mannschaften zu bieten hat, können wir nicht mithalten."

Da sich die Bezirksliga ohne-hin im Vergleich zur Vorsaison scheinbar verbessert hat, tun die Emsteker Verantwortlichen gut daran, die Erwartungshaltung nicht übermäßig hoch zu schrauben. Wenngleich ein einstelliger Tabellenplatz als Ziel für die kommende Runde ausgegeben worden ist. Dass die Konkurrenz sich gewappnet hat, diesen Rückschluss lässt ein Blick auf die Bezirkspokalrunde vom vorigen Wochenende zu. So lässt der 6:0- Kantersieg von GW Mühlen bei SW Osterfeine aufhorchen, ebenso das Weiterkommen von Frisia Goldenstedt, erster Punktspiel. 

MT-Prognose: Der Pokalsieg in Bevern gibt der verjüngten Emsteker Mannschaft sicherlich einen Schub und die Nachrücker aus der eigenen „Talentschmiede" versprechen sicherlich auch einiges. Nichtsdestoweniger steht dem SVE angesichts veritabler Konkurrenz allenthalben eine ziemlich anstrengende Saison bevor, die die Emsteker aber letztlich meistern und mit dem Klassenerhalt beschließen: Platz 13.